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 | 31.12.2006 |
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Rhein Energie Stadion, Köln
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Mit meiner ehemaligen Freundin entschied ich mich ganz am Anfang unserer Freundschaft aufs „Ärzte statt Böller“ - Konzert zu gehen. Wir kannten uns da fast ein Jahr und war unser erstes Treffen. Die Karten kauften wir bei eBay.
Schon am Samstag, 30.12.2006 fuhr ich gegen 15.45 Uhr von Essen mit dem Zug nach Mönchengladbach, wo sie mich am Bahnhof abholte. Als wir bei ihr zu Hause waren unterhielten wir uns, gab ja viel zu bequatschen, und schauten abends noch vor dem Schlafen gehen den „Formel 1“ - Film (der Film ist übrigens ein Knüller =)).
Am Sonntag standen wir gegen 09.45 Uhr auf. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten, zeigte mir meine ehemalige Freundin noch ein bisschen ihre Heimat, danach aßen wir noch etwas und fuhren um 15.30 Uhr los. Einlass war um 17.00 Uhr und da das Konzert erst um 21.00 Uhr anfing, dachten wir, dass es auf jeden Fall früh genug ist. Tja, wir waren aber noch schneller da, wie gedacht und schon um 16.30 Uhr am Stadion. Also suchten wir uns einen Parkplatz und blieben bis kurz nach 17.00 Uhr im Auto sitzen. Dann machten wir uns auf den Weg. Am Einlass standen bereits vier riesengroße Schlangen an und es dauerte bis kurz nach 18.00 Uhr, bis wir endlich im Stadion waren.
Die üblichen Sachen wurden erledigt: wir beide kauften uns noch ein „Ärzte statt Böller“ - T-Shirt und dann wollte ich mich eigentlich noch mit meinem Bekannten Simon treffen. Doch leider durften wir nicht zu dem Block, wo er saß, und so kam er nur kurz zu uns nach unten.
Danach suchten wir unseren Platz und warteten. Wir saßen in der vorletzten Reihe oben, aber hatten eine recht gute Sicht auf die Bühne. Die Wartezeit wurde uns versüßt mit cooler Musik, „Dinner for one“ mit „Bernd das Brot“ und Stephan Langenberg, der uns auf dem Akkordeon ein paar Ärzte Klassiker wie „Männer sind Schweine“, „Die Banane“, „Schrei nach Liebe“ oder „Nichts in der Welt“ vorspielte.
Um Punkt 21.00 Uhr fingen sie mit „Schrei nach Liebe“ an. Das war ja für mich schon mal das Allergeilste, da das Lied mein absolutes Lieblingslied von ihnen ist. Überhaupt spielten sie den ganzen Abend die allercoolsten Lieder. Nach eigenen Angaben von Bela B. war diese Setlist mit 35 Liedern die längste Setlist der Bandgeschichte.
Natürlich machten die drei auch ihre Späßchen mit uns und hatten auch selbst viel Spaß auf der Bühne. So fingen sie das Lied „Radio brennt“ mindestens viermal wieder von vorne an, immer an der Stelle, wo es heißt, das Lieblingslied der Freundin läuft im Radio, bis Farin uns irgendwann fragte: „Wie oft soll ich es denn noch spielen?“
Genauso fing Farin mehrmals das Lied „Wie es geht“ an, bis Bela meinte: „Wie hört sich das wohl an, wenn 40.000 Leute rufen: Halts Maul und spiel?“ und prompt schrie auch das ganze Stadion: „Halts Maul und spiel!“
Bei dem Lied „Omaboy“ singt Bela am Anfang, ohne Schlagzeug zu spielen. Beim Konzert ist er dabei zur ersten Reihe im Innenraum gegangen und hat die Leute abklatschen lassen. Nur war er dann nicht rechtzeitig beim Schlagzeug und musste daher die Zeit überbrücken, bis er zurück war und einsetzten konnte. Da hat er sich wohl ein bisschen verkalkuliert. =)
Irgendwann durften wir uns sogar auch ein Lied wünschen. Da aber Farin meinte, dass es keinen großen Sinn macht, wenn 40.000 Leute durcheinander rufen, suchte er sich aus dem Innenraum den Tim aus, der sich „Zitroneneis“ wünschte, was sie dann auch spielten.
Außerdem spielten sie auch das Lied der „Zeltinger Band“ über das „Müngersdorfer Stadion“ auf kölsch zur Melodie „Rockaway Beach“ von den „Ramones“.
Gegen 23.00 Uhr fingen die Jungs an, sie würden schon mal von der Bühne gehen und gleich wieder kommen. Das Spielchen machten sie auch ein-, zwei Mal. Rod kam einmal alleine wieder auf die Bühne und spielte „Dinge von Denen“ auf dem Keyboard. Auf einmal sah man einen Hasen und ein Huhn über die Bühne springen. Wie sich herausstellte, war der Hase Farin und das Huhn Bela. Nach dem Lied zog Bela sein Kostüm wieder aus, bis auf seine Watschelschuhe, wie er später erst feststellte. Farin ließ sein Kostüm zunächst an und fragte dann in die Menge: „Soll ich es anlassen?“. Natürlich rief alles: „Ja“ und er sagte: „Das war mir irgendwie klar“. Aber nach dem Lied zog er auch sein Kostüm aus und warf es in die Menge.
Um kurz vor zwölf fingen sie an „Zu Spät“ zu spielen. Farin veränderte auch wie immer gerne den Text, was diesmal nicht so ganz hinhaute. An der Stelle: „Er ging mit dir essen, natürlich im Ritz, bei mir gab’s nur Currywurst mit Pomfritz“ sang er: „Er ging mit dir essen, natürlich Pomfritz, bei mir gab’s nur Currywurst mit Pomfritz“. Da schaute er selbst etwas verdutzt, weil das Text abändern diesmal danebenging. =) Das Lied mussten sie dann aber abbrechen, weil der Jahreswechsel näher kam. Wir zählten den Countdown 5 Sekunden runter und um Punkt zwölf bekamen wir ein Riesenfeuerwerk zu sehen. Dadurch, dass wir so weit oben saßen, konnten wir rundherum gucken und die Feuerwerke der ganzen Stadt sehen. Um kurz nach zwölf war das Konzert dann beendet.
Gegen 00.30 Uhr waren wir am Parkhaus, mussten aber bis ca. 02.00 Uhr warten, um uns in die Schlange einordnen zu können, da im Parkhaus so gut wie nix ging. Als wir dann endlich raus waren, kamen wir noch in ein kleines Unwetter, waren aber doch gegen 03.30 Uhr bei Becky zu Hause.
Am nächsten Tag schliefen wir bis 11.45 Uhr. Wir quatschen beide noch ziemlich lange, bis meine ehemalige Freundin mich gegen 14.30 Uhr nach Mönchengladbach zum Bahnhof brachte, von wo aus ich mit dem Zug nach Essen fuhr. Zuhause war ich gegen 17.00 Uhr und da musste ich erst mal meinen Eltern von den aufregenden letzten Tagen erzählen.
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