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 | 23.12.2004 |
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Olympiahalle, München
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Wir waren über Weihnachten im Urlaub in Bayern und konnten daher das Konzert der "Hosen" in München besuchen. Ich habe mich schon Monate vorher so auf das Konzert gefreut, weil es auch mein erstes "Hosen" Konzert werden sollte. Trotzdem mussten wir lange im Internet nach Karten suchen und als wir endlich welche hatten, stellten wir erst nach dem bestellen fest, dass es Sitzplätze waren, was vorher nicht angezeigt wurde. Das stellte sich aber im Nachhinein als nicht so schlimm heraus, da es recht gute Plätze waren.
Am Tag vor dem Konzert hatte ich noch eine zehnstündige Fahrt von Essen nach Bad Feilnbach (mit meiner Schwester und ihrer Tochter) hinter mich gebracht. Meine Eltern waren schon eine Woche vorher gefahren.
An dem Tag mussten wir (für unsere Verhältnisse) recht früh aufstehen, da wir vor der Abfahrt noch frühstücken und zu Mittag essen wollten. Ungefähr um halb vier Nachmittags machten wir uns auf den Weg von Bad Feilnbach nach Rosenheim. Von Rosenheim wollten wir mit dem Zug nach München fahren. Wir hatten hinter dem Rosenheimer Bahnhof einen „Park and Ride“ Parkplatz gefunden, wo wir unser Auto abstellten. Wie wir schon am Bahnsteig feststellten (als wir auf unseren Zug warteten) waren viele da, die auch zu dem Konzert wollten. Mit dem Zug fuhren wir ca. eine dreiviertel Stunde bis nach München. Eine Haltestellte vor München Hauptbahnhof stiegen wir aus und fuhren von dort aus mit der U-Bahn bis zur Olympiahalle. Und wir merkten immer mehr, dass wir nicht alleine waren.
Als wir an der Halle angekommen waren, war es stark am Regnen und wir waren viel zu früh da, aber schließlich wurden die Leute doch schon früher als halb sieben eingelassen. Als wir noch draußen vor der Halle standen, haben wir auch etwas vom Soundcheck mitbekommen. Wir schauten zuerst, wo unsere Plätze waren und stellten dann fest, dass wir eigentlich eine recht gute Sicht hatten. Dann begann das Übliche: Getränke holen, warten, usw. Ich war so aufgeregt wie schon lange nicht mehr.
Endlich fing die Vorband an. "Such a Surge". Ich fand die eher langweilig und nicht so toll. Sie waren aber auch schon um halb neun fertig. Da dachte mir so: Klasse, jetzt fangen die "Hosen" bestimmt früher an (da wir spätestens um elf das Konzert verlassen mussten, um den letzten Zug nach Rosenheim zu bekommen). Ansonsten müssten wir die Nacht in der Bahnhofsmission verbringen und bis sechs Uhr am nächsten Morgen auf den ersten Zug warten. Aber es dauerte dann doch noch eine ganze Weile, bis die Hosen anfingen. Ich war so aufgeregt, dass ich unbedingt noch mal zur Toilette musste. Das hab ich natürlich heraus gezogen, weil ich immer dachte: "wenn ich jetzt gehe, kommen sie auf die Bühne". Irgendwann konnte ich es nicht mehr aushalten und ging auf die Toilette. Wie ich da saß, hörte ich Geräusche aus der Halle und dachte, es wär schon los gegangen. Also hab ich mich beeilt und bin schnell wieder in die Halle. War zum Glück ein Fehlalarm =)
Und dann kamen sie wirklich auf die Bühne... Das war für mich der allergrößte Moment, den ich mir je erträumt hatte. Sie spielten „Hier kommt Alex“ und ich konnte mich nicht mehr halten. Über meinen ganzen Körper fuhr eine Gänsehaut. Als ich merkte, dass mein Dad sitzen geblieben war, wollte ich ihn hochziehen. Ich wollte, dass er sich auch hinstellt. Aber er meinte, die anderen Leute hinter uns würden dann nichts sehen und deswegen würde er sitzen bleiben.
Sie spielten alle möglichen Lieder. Bei „Weißes Rauschen“ (das mein Lieblingslied vom „Zurück zum Glück“ - Album ist) bekam ich wieder eine Gänsehaut und bei „Alles wird vorübergehen“ war Feuerzeugstimmung angesagt. Ich nahm das DTH-Zippo meines Dads, dass ich ihm zum Geburtstag geschenkt hatte, aber es wurde leider viel zu schnell heiß. Wie ich so bin, hab ich ihm das heiße Zippo einfach wieder gegeben, ohne dran zu denken, dass es für hin vielleicht auch zu heiß sein könnte^^
Da es kurz vor Weihnachten war, wurden am Ende auch Weihnachtslieder gespielt. Unser Sensibelchen Kuddel (Originalton Campino) gab sein schräges „Still, Still, Still“ zum Besten, Campino sang mit dem Kabarettisten Gerhard Polt und als die Biermösl Blosn auf die Bühne kamen und uns ein bisserl „Heimatmusik“ boten und einen Schuhplattler hinlegten, nahm Campino auch seine Trompete zur Hand. Als die "Hosen" vor der ersten Zugabe ihr „Schönen Gruß, Auf Wiedersehn`“ anspielten, hielt es auch meinen Dad nicht mehr auf dem Stuhl und er stand endlich auf =)
Aber der Uhrzeiger näherte sich unaufhaltsam der Elf Uhr zu und mein Dad fing schon an zu drängeln. Meine Schwester und ich konnten uns einfach nicht losreißen, und somit blieben wir bis zehn nach elf in der Halle. Wir hatten uns schon von unseren Platz entfernt und schauten von oben auf die Bühne, als sie „Opelgang“ spielten. Da wollte ich wieder nicht weg, aber mein Dad drängelte weiter, damit wir den Zug noch bekamen. Zum Glück hörten wir auf dem Weg zur U-Bahn, den wir joggend hinter uns legen mussten, noch was vom restlichen Konzert. Für mich war das nicht so toll, denn joggen ist überhaupt nix für mich, Kondition ist nicht so mein Ding =)
Wie wir dann feststellten, waren wir nicht die Einzigen, die das Konzert früher verlassen mussten. Da waren Leute aus ganz Bayern und sogar Österreich angereist. Somit hätte die deutsche Bahn ruhig mal einen Sonderzug einsetzen können, fanden wir. Unsere „Mitgenossen“ feierten dann noch in der U-Bahn und im Zug munter weiter^^
Und zwei tolle Hosen-Becher konnte ich auch noch vom Konzert abstauben. Einen mit Totenkopf und Stern und eins mit den fünf Bandmitgliedern. Da war ich voll stolz drauf, den direkt vom Konzert mitgenommen zu haben. Aber wie ich später feststellte, konnte man die später im „Kauf mich“ - Shop der Hosen kaufen.*gggrrr* Wenn man mal was mitgehen lässt... =)
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